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18. April 2012
Seit dem 13.04.2012 gibt es das neue Album „Drei Gesichter“ von Wind. Nach zwei Jahren ein Album, das erneut nicht nur eine Veränderung bereit hält.
Seit dem Album „Auf Kurs“ in 2009 hat Natasja die Band verlassen und Carolin, die bereits zuvor Texte für die Crew schrieb und den Internet-Auftritt betreute, wurde die Neue im Team. Schnell fand sie ihren Platz zwischen den Urgesteinen Andreas Lebbing, der seit 25 Jahren Wind seine Stimme gibt, und Iris ohne deren Stimme und Lächeln Wind nicht vorstellbar wäre.
Gemeinsam machten sich Caro, Iris und Andi daran neue Songs und neue Sounds zu entwickeln, damit Wind weitermachen kann. Eines wollten Wind nämlich nicht – das die Menschen Recht bekommen, die behaupten: Eure Zeit ist vorbei.
Die ersten Singles der neuen Wind-Formation wie „An ein Wunder muss man glauben“, „1, 2, 3 heisse Nächte“ oder die aktuelle Single „Wolkenschloss“ konnten im Rundfunk längst überzeugen und belegten bei Rundfunkhitparaden immer wieder vordere Plätze.
Wind stehen für das perfekte Zusammenspiel der Stimmen und das ist auch beim aktuellen Album wieder der Fall. Mit der Beschreibung „Liebe ist“ startet das Album mit einem Titel von Alex Menke der in seinem Studio in Maschen 5 der neuen Titel produzierte.
„Was ich tu“ ist ein typischer Wind-Song, den Andreas Lebbing im Grenzland-Studio in Bocholt produzierte. Wenn der Partner mit einem Engel zu vergleichen ist, dann ist das doch ein großes Kompliment. Man weiß in wen man seine Liebe investiert.
Mit dem temporeichen „1, 2, 3 heisse Nächte“ konnten Wind bereits in mehreren Radiohitparaden überzeugen, ein Song der auch in die Beine geht. Seit Marc Pirchers „7 Sünden“ haben Songs mit Aufzählung Konjunktur. Auch hier lassen die Zahlen den Text im Gedächtnis bleiben.
Willy Klüter aus München ist der dritte Produzent, dessen Titel auf diesem Album zu hören sind. Seit vielen Jahren schreibt und produziert der Mann aus München viele Schlagerhits. Der erste Titel auf diesem Album, der von ihm stammt ist „Jeder kleine Fehler“, ein Liebeslied an die Fehler des Partners. Hier werden die Strophen von Andreas gesungen. An seiner Stimme erkennt man Wind immer wieder.
Die neue Single „Wolkenschloss´“ gehört zu meinen derzeitigen Favoriten. Bereits beim ersten Hören habe ich bei diesem Song das Radio laut gedreht! Man hört sofort – das ist Wind! Das besondere Geschenk nimmt man doch total gerne an, denn wann bekommt man schon ein Schloss in den Wolken geschenkt. Viele Songs besingen gerade Himmelskörper oder auch Dinge die man sich in den Wolken wünscht, aber während viele dieser Titel recht gleich klingen sind, ist das „Wolkenschloss“ vom Wind eine Ausnahme.
„An ein Wunder muss man glauben“ - das ist der Glaube, der Wind immer weiter treibt und der ihnen durch schwere Zeiten geholfen hat. Und mit so einem Ohrwurm waren die „Drei Gesichter“ dann wieder in allen Ohren.
Die Geschichte von "Komm erzähl mir" hat wahrscheinlich nicht nur mich berührt. Andreas Lebbing berichtete bei der Release-Party, dass eines Morgens in seiner Post ein ganz besonderer Brief war. Ein Mann wollte ein Liebeslied für seine Frau zum 40. Ehejubiläum schreiben und hatte bereits einen Text beigefügt und bat Andreas nun um eine Musik dazu. Die Worte berührten und waren so viel schöner als das was Menschen sonst auf Lager haben, wenn sie ein Lied verschenken möchten. Der Text von Herrn Brüggen ist so schön und intensiv, das Wind diesen auf dem Album veröffentlicht haben.
Dann geht’s wieder etwas schneller weiter mit „Nimm das Glück in die Hand“ - die richtige Mischung aus Andreas unverwechselbarer Stimme und den Refrains der beiden Sängerinnen. Diesen Titel hat genau wie den folgenden Song "Du bist da“ Willy Klüter produziert und der weiß genau wie man die Stimmen von Wind richtig einsetzt.
Mal ganz anders und Iris Stimme total im Vordergrund ist bei „Viel mehr“. Dieser Song und die Möglichkeit sich mal neu auszuprobieren hat Iris viel Spaß gemacht. Sehr gelungen!
Nach „Radio Zuckerhut“ auf dem letzten Album lässt die Copacabana mit ihren Klängen das Trio nicht mehr los und so gibt es auch hier wieder einen Song mit dem Groove von Sommer und Strand. „Mit dir“ heißt der Lovesong der an blaues Meer und weißen Sand erinnert.
Im Rumba-Rhythmus entführt auch der nächste Song „Tanz dich in den Sommer“ in warme Gefilde und Sommerträume.
Mit der Aufforderung „Heb dir ein bisschen Liebe auf“ geht es weiter. Dieser Song erinnert ein bisschen an die Balladen, die im Rock'n Roll der 50iger erklangen in den Schmuserunden. Petticoat und Nierentisch – eine Assoziation die Wind ja auch bereits gelebt hat.
Dann gibt es wieder etwas mehr Tempo und einen Sound, den man von Wind kennt. „Bleib so wie du bist“ - wieder ein Kompliment an jemand, der so wie er ist genau richtig ist.
„Irgendwann vielleicht“ - spiegelt den Wunsch nach einem Wiedersehen wieder. Irgendwann vielleicht ist der richtige Moment dafür gekommen und dann wird es so kommen.
Noch einmal Sommerfeeling und Cabrio fahren – das passt optimal zu Wind. „Wenn die Sonne scheint“ - bringt warmen Wind und Sonne. Das gibt positive Bilder im Kopf!
Der Titelsong zu den Unplugged-Konzerten von Wind „Stimmen hautnah“ klingt mit Playback und auch unplugged wie auf der Release-Party gut. Erst unplugged spürt man wie stark die Stimmen bei Wind sind und wie sehr die drei Stimmen die Titel prägen.
Zwei Disco-Mixe beenden das Album von Wind. Sowohl zum neuen Hit „Wolkenschloss“ als auch zu „An ein Wunder muss man glauben“ gibt es eine Version mit mehr Groove, der in jeder Disco zum tanzen animiert. Die Fox-Tänzer werden sich über die Mixe sehr freuen und auch die Webradios müssten diese Versionen in ihren Programmen spielen.
Also der Äußerung, dass die Zeit für Wind vorbei ist, kann ich auf keinen Fall zustimmen. Auch in der neuen Besetzung weiß Wind musikalisch zu überzeugen und zeigt durch die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Teams ein vielfältiges musikalisches Spektrum. Ob die Leichtigkeit von Sommer oder große Gefühle – das gehört zu Wind wie auch das Zusammenspiel der drei Stimmen bei den Titeln. Vor allem die Stimme von Andreas ist das Markenzeichen von Wind, aber auch Iris und Carolin setzen klare Spuren.
Vor allem die Titel mit mehr Tempo als bisher wie „Wolkenschloss“ oder „1,2,3 heisse Nächte“ liegen mir! Und auch „Komm und erzähl mir“ berührt mich total, was nur zum Teil daran liegt, das ich die Story zu dem Song auf der Party gehört habe und die Rührung der Eheleute Brüggen gesehen habe.
Für mich ist „Drei Gesichter“ auf jeden Fall ein Kauftipp und Hörtipp! Wind zeigt, das noch immer mit ihnen zu rechnen ist und der Schlager bestimmt noch lange von der großartigen Crew hören wird. Vorbei ist es noch lange nicht, jedenfalls nicht so lange es so tolle Songs gibt!
Ute Brüning


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